Die Relevanz-Show

Relevanz: Wir denken an die große Liebe, die bittere Enttäuschung, den Friedensnobelpreis, die Fußball-WM, die Tsunami-Opfer, die Tagesschau. Woran wir nicht denken: an She She Pop. Denn wer erinnert sich an sie im Kampf, beim Feiern, in der Not? Wer führt ihre Parolen im Munde? Wer träumt von She She Pop? Niemand. Mit diesem Problem sind She She Pop nicht allein: ganz viele interessante Individuen stehen da und wollen gerne irgend etwas Relevantes sagen oder tun, aber es gelingt nicht.
Das soll sich mit der Relevanz-Show ändern. Die Gruppe She She Pop macht sich hier selbst zum Untersuchungsobjekt und treibt sich und ihr Publikum zielstrebig über alle Höhen, Tiefen und Peinlichkeiten des Wunsches nach Relevanz. Das ist Grundlagenforschung im Showformat - inspiriert von nichts geringerem als der legendären Muppet Show.

Termine

März 2007, Kampnagel Hamburg
Mai 2007, Theaterhaus Jena
Juni 2007, FFT Düsseldorf
Juni 2007, HAU Berlin
November 2007, Impulse Festival (Schauspiel Köln, FFT Düsseldorf, Prinz Regent Theater Bochum, Theater an der Ruhr Mühlheim)

November 2009, Frascati, Amsterdam

 

Credits

Von und mit She She Pop: Sebastian Bark, Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Ilia Papatheodorou, Berit Stumpf.
Musik und Sound Design: Max Knoth und Vicki Schmatolla. Kostüm: She She Pop und Ulrike Willberg. Kostümassistenz: Tina Heylen, Ingrid Jenckel und Caroline Verbrugghe. Video Design: She She Pop und Bianca Schemel. Choreographie: Nir de Volff/TOTAL BRUTAL. Produktionsleitung: Sabine Köhncke. Produktionsassistenz: Liz Rech. Lichtgestaltung: Micha Lentner-Niyorugira. Ton: Lars-Egge "Mügge" Müggenburg. Bühnenmeister: Holger Duwe.

Eine Produktion von She She Pop in Koproduktion mit Kampnagel, Hebbel am Ufer Berlin, FFT Düsseldorf und Theaterhaus Jena. Gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin, die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg und den Fonds Darstellende Künste e.V.

Pressestimmen

Eine Zeit lang ist das hochkomisch, weil die Darsteller so herrlich schamlos sind in ihren Straps- und Miederklamotten. Sie gestehen, dass sie das alles für uns ja auch nur machen, damit sie sicher sein können, gebraucht zu werden. Sie haben den Mut zur Selbstentblößung in jeder Hinsicht, das macht Spaß.
Berliner Morgenpost, 24.06.2007, Katrin Pauly

She She Pop, die in Berlin und Hamburg leben und in allen Häusern der etablierten freien Szene residieren, sind charmant und gewitzt, aber auch etwas anstrengend in ihrer Verweigerung jeglicher einszueins konsumierbaren Kunstfertigkeit. Anders als bei Désirée Nick kann man sich bei ihnen dafür sicher sein, dass die Pantöffelchen, die sie in ihren Shows tragen, definitiv Konzeptpantöffelchen, Zellulite und biografische Hinweise hingegen echt sind....
"Die Relevanzshow läuft, das kann jetzt nicht mehr geleugnet werden", wird zu Anfang gerufen, und das steigert sich bis zum Aufruf, alle Mobiltelefone anzuschalten und die Nummer von Freunden anzurufen. "über alle offenen Kanäle wird jetzt eine Relevanzbeziehung hergestellt. Wir verwenden den Doppelruf der Brutpfleger und Nesthocker: Wo bist du? Ich bin hier!"
Mehr geht nicht an Überbau und mehr soll auch nicht sein, danach strömt rein und klar die Liebe. Zu sich selbst, zur Blattlaus, von der Bühne ins Publikum.
nachtkritik.de Berlin, 22.06.2007, Petra Kohse

Wir lachen unaufhörlich bei diesem intelligenten Quatsch, der so viel Wahrheit enthält. Die Anarchie der Ernsthaftigkeit, mit der She She Pop das Showgeschäft und den Begriff Relevanz ad absurdum führen, vergisst man nicht.
Die WELT 30.03.2007, Monika Nellissen

She She Pop ist perfekt darin, in den auf der Bühne und zwischen den Zuschauern gezeigten Acts die Wünsche des «genialen Künstlers» nach Perfekten Pointen knallend platzen zu lassen, mit Charme und Mut zur Selbstentblößung allabendlich das Scheitern zu riskieren, sich dabei schamlos und doch erfinderisch der Traditionen von Happening- und Performance-Szene zu bedienen. Die hat bereits in den 1960ern das Publikum zum konstituierenden Bestandteil eines Werks gemacht und das gemeinsame Geschehen als Resultat zwischen Chaos und Kalkül verstanden und akzeptiert.
Ballett Tanz Juni 2007, Klaus Witzeling

Bilder