Lagerfeuer

She She Pop begeben sich mit dem Publikum mitten in der Stadt ins Exil. Hinter dem zeitlosen Szenario des Lagerfeuers wird die Stadt zur romantischen und bedrohlichen Kulisse für die Gründungsszene einer beispielhaften utopischen Gemeinschaft: Im Verlauf dieses Abends wird sich – wenn alles gut geht – die zufällige Ansammlung von ZuschauerInnen und PerformerInnen mit einer kollektiven Vision von Zukunft und Verantwortung identifizieren und einen berauschenden Moment von gemeinschaftlichem Aufbruch in einer spontanen, kollektiven Erzählung erleben.

Was könnte man zusammen vorhaben? Wie lautet die Parole, zu der alle aufstehen? Welches politische Lied, welche Utopie verträgt sich noch mit unserer notorischen Ironie? Das Lagerfeuer von She She Pop ist eine paradoxe Inszenierung, in der wir unseren Glauben zurückgewinnen und die verlorene Unschuld wiederhergestellt wird.

Termine

Oktober 2005, Steirischer Herbst Graz
November 2005, Festival Politik im Freien Theater Berlin
Juni 2006, Theaterhaus Jena

Credits

Konzept: She She Pop. Von und mit Sebastian Bark, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Katharina Oberlik, Ilia Papatheodorou, featuring Bettina Grahs.
Sound Design: Max Knoth. Sound Assistenz: Daniel Proßegger. Bühne: She She Pop und Holger Duwe. Lichtdesign: Micha Lentner-Niyorugira. Produktionsleitung: Steffi Müller. Produktionsassistenz: Eva von Redecker

LAGERFEUER ist ein Auftragswerk des Steirischen Herbst 2005 in Koproduktion mit She She Pop. Die Recherchephase wurde unterstützt durch den Fonds Darstellende Künste e.V., das Theaterhaus Jena und das FFT Düsseldorf. Besonderen Dank an die Kulturstiftung Baden-Württhemberg.

Pressestimmen

Im steirischen herbst 2005 kehrte die szenische Kunst zurück zu den Rahmenbedingungen der Freien Szene. Dem trug das dramaturgisch der "Stadt" gewidmete Programm dann auch ästhetisch Rechnung. (...)

Weit prominenter der Ort, an dem die Giessener Performancegruppe She She Pop zum Träumen einlud: Im Inneren des zentralen Schlossbergs wurde "Lagerfeuer" gespielt: eine Feuerstätte mit Gasflamme, Knistern im Kopfhörer, Wolldecken und Westerngitarren. Gleich zu Beginn machte ein Medley sämtlicher Lagerfeuerhits klar, was das Publikum erwartete: trockener Unernst (nicht zu verwechseln mit Ironie) und charmante Anarcho-Nostalgie. She She Pop interpretieren Performance gelassen als absurden Diskurs-Workshop. Publikumsanimationen und verbale Improvisationen zum Thema Stadtvision (...) wechselten sich mit paradoxen Interventionen ab (...). Das überraschte Publikum glänzte durch teils ernsthafte Beteiligung an der Vision.
Hermann Götz, TdZ, Dezember 2005

Bilder